Milchersatz: Die besten veganen Milchalternativen

Person kippt Milch in Cornflakes
Foto: fancycrave // Pixabay

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Du suchst nach idealen veganen Milchalternativen für Cappuccino, Müsli oder zum Backen? Bei der großen Vielfalt an veganen Pflanzendrink-Sorten verliert man schnell den Überblick.

Hier findest du eine Übersicht aller gängigen Milchersatz-Optionen mit Vor- und Nachteilen und allem, was du über Herstellungsprozesse, Geschmack, Inhaltsstoffe und Verwendung wissen musst.

Foto: Engin Akyur // Pixabay

Sojamilch - Geschmacksneutraler Klassiker

Die Sojamilch ist nicht nur besonders proteinreich sondern vielseitig einsetzbar. Durch den relativ neutralen, leicht-nussigen Geschmack eignen sich Sojadrinks sowohl zum Backen, für Heißgetränke oder aber auch pur. Sojamilch lässt sich sehr gut aufschlagen und eignet sich ideal für deinen Kaffee Latte.

Mittlerweile ist Sojamilch in fast jedem Supermarkt in unterschiedlichen Ausführungen vertreten. Sowohl zuckerfrei, als auch in verschiedenen Geschmacksrichtungen wie Schoko oder Vanille.

Zur Herstellung werden getrocknete Sojabohnen eingeweicht, gekocht und anschließend püriert. Die Vorteile zu Kuhmilch sind ein geringerer Fettanteil und mehr Protein (3-4 g pro 100 ml).

Übrigens ist der Sojaverzehr besser als sein Ruf. Das Soja für unsere Lebensmittel kommt zumeist aus europäischem Anbau ohne Gentechnik.

Haferflocken auf weißem Untergrund
Foto: sue_v67 // Pixabay

Hafermilch - Ökologischer Vorreiter

Die Hafermilch ist dank des neutralen, leicht süßlichen Geschmacks und ihrer guten Schaumbildung besonders beliebt unter Kaffeetrinkern. Spätestens seitdem es Hafermilch auch in Barista-Editionen gibt, ist sie aus vielen Großstadt-Cafés nicht mehr wegzudenken. Daneben eignet sie sich auch hervorragend zum Backen und für die Zubereitung herzhafter Gerichte.

Zur Herstellung wird entspelzter Hafer geschrotet, gekocht, filtriert und schließlich mit Pflanzenöl emulgiert.

Dank des heimischen Anbaus ist Hafermilch eine besonders ökologische Alternative. Darüber hinaus lässt sie sich auch sehr einfach selbst herstellen. So sparst du nicht nur Kosten sondern auch Verpackungsmüll.

Foto: My Luu // Pixabay

Mandelmilch - Hipper Pflanzendrink

Mandelmilch besticht durch einen leicht süßlichen bis marzipan-ähnlichen Geschmack. Im Gegensatz zu vielen Pflanzendrinks ist sie glutenfrei und erfreut sich insbesondere bei Menschen mit Sojaunverträglichkeit großer Beliebtheit.

Ökologisch betrachtet ist Mandelmilch nicht die beste pflanzliche Milchalternative. Der Anbau von Mandeln benötigt viel Wasser und erfolgt überwiegend in Kalifornien, Spanien, Italien oder der Türkei.

Zur Herstellung werden Mandeln (oft geröstete Mandeln) gemahlen und mit Wasser vermischt. Nach einer längeren Ruhephase entsteht dann eine milchartige Konsistenz, die sich besonders gut zur Zubereitung von Porridge, Smoothies oder im Kaffee eignet.

Mandelmilch kannst du preiswert und unkompliziert zu Hause herstellen. Schon mit nur 200 g Mandeln lässt sich ein Liter Mandeldrink zubereiten. Dazu die Mandeln einfach über Nacht in Wasser einweichen, anschließend im Mixer pürieren und durch einen Nussmilchbeutel pressen. Wenn du keinen Nussmilchbeutel zur Hand hast, eignet sich auch ein Wäschenetz oder ein sehr feines Sieb.

Unser Tipp: Die Nussreste eignen sich nach Trocknung hervorragend zum Backen oder als Zugabe zu Soßen.

Schale mit Beeren in Reismilch
Foto: Ipegasu // Pixabay

Reismilch - Für Allergiker geeignet

Reismilch ist allergenarm und geschmacksneutral, bietet aber kaum positive Nährwerte. Im Vergleich zu anderen Milchersatzprodukten beinhaltet sie mehr Kalorien sowie einen geringeren Proteinanteil.

Aufgrund ihres neutralen Geschmacks eignet sich Reismilch vor allem zum Kochen von herzhaften, aber auch süßen Gerichten. Zur Verwendung in Kaffeespezialitäten eignen sich bevorzugt andere Alternativen, da sich Reismilch nicht so gut aufschäumen lässt.

Im Supermarkt wird Reismilch oft in Kombination als Reis-Kokos-Milch oder Reis-Hafer-Milch angeboten und schmeckt dann auch pur sehr lecker.

Getreidekörner in weißer Schale
Foto: Purple-Zeppelin // Pixabay

Dinkelmilch - Heimischer Genuss

Dinkelmilch besteht aus fein gemahlenen, eingeweichten Dinkelkörnern, die anschließend püriert und gefiltert werden. Wie auch die Hafermilch, ist die Dinkelmilch wegen des heimischen Anbaus besonders umweltfreundlich. Auch lässt sie sich gut aufschäumen und ist daher eine gute Alternative zu Hafer-, Mandel- und Sojamilch in Kaffee-Spezialitäten. Trotzdem findet die Dinkelmilch wegen des mehligen Geschmacks in diesem Kontext selten Verwendung.

Insgesamt enthält sie relativ wenig Eiweiß, viele Kohlenhydrate und ist leider etwas nährstoffarm.

Cappuccino in weißer Tasse auf Holzbrett
Foto: Polymanu // Pixabay

Nussmilch - Haselnuss, Macadamia, Cashew & Co.

Nussmilch lässt sich aus praktisch jeder Nuss herstellen und beinhaltet viele gesundheitsförderliche Eigenschaften, eine Vielzahl an Vitaminen sowie ungesättigte Fettsäuren.

Besonders beliebt ist die Haselnussmilch. Diese ist von ihrem Fettanteil vergleichbar mit Kuhmilch, sticht aber durch die dunklere Färbung und ihren süßlich-nussigen Geschmack hervor. Im Vergleich zu vielen anderen Nüssen bieten Haselnüsse den Vorteil der Regionalität. Um nicht nur Kosten und Verpackungsmüll einzusparen, kannst du die Haselnüsse selber sammeln oder sogar anbauen.

Ein besonders cremiges Geschmackserlebnis bietet übrigens die Cashewmilch. Schließlich werden Cashewkerne nicht ohne Grund häufig für die Herstellung von Käsealternativen oder Rohkosttorten verwendet. Sogar im Supermarkt findest du mittlerweile immer häufiger Cashewmilch. Diese ist aber zumeist teurer als andere Pflanzenmilch-Alternativen.

Lupinenmilch - Regionaler Geheimtipp

Wie Sojabohnen, gehören auch Lupinen der Familie der Hülsenfrüchtler an und enthalten hochwertiges Eiweiß. Der Nährstoffgehalt der Lupine ist dem der Sojabohne sogar einen Schritt voraus: mehr Ballaststoffe, weniger Fett und bis zu 40 Prozent mehr Eiweiß.

Auch in Sachen Nachhaltigkeit muss sich Lupinenmilch als Vertreter von veganen Milchalternativen nicht verstecken. Lupinen werden regional angebaut, brauchen wenig Wasser und sind anspruchslos in der Pflege.

Wegen ihres neutralen Geschmacks, ist die Lupinenmilch vielseitig einsetzbar. Auch lässt sie sich hervorragend aufschäumen und ist somit eine tolle vegane Milchalternative für Cappuccino, Kaffee Latte & Co.

Es ist also an der Zeit, dass Lupinemlich an Popularität gewinnt und die Verfügbarkeit im Handel steigt. Solltest du Lupinenmilch bei dir im Handel noch nicht finden können, kannst du die Herstellung auch einfach selbst in die Hand nehmen. Dazu die Samen über Nacht in kaltem Wasser einweichen, anschließend kurz aufkochen, im Mixer pürieren und durch ein feines Sieb oder Tuch pressen.

Gelbe Erbsen in einer Schale als Symbolbild für Erbsenmilch
Foto: nblxer // Fotolia

Erbsenmilch - Superfood aus den USA

In den Vereinigten Staaten schon nicht mehr wegzudenken, ist die pflanzliche Milchalternative aus Erbsen in unseren Supermärkten noch eine Seltenheit. Hergestellt wird Erbsenmilch aus pürierten gelben Erbsen, Pflanzenöl, Bio-Rohrzucker und Vitaminen sowie Mineralien. Ihr leicht süßlicher, aber dennoch neutraler Geschmack macht sie zu einem idealen Kaffee-Begleiter.

Überzeugend ist die Erbsenmilch auch, weil ihr Proteingehalt mit 13 % so hoch ist, wie der von Kuhmilch und sie darüber hinaus auch noch Vitamin A, Vitamin D und Eisen enthält.

Kokosnuss neben Glas mit Müsli, Joghurt und Obst
Foo: mohamed_hassan // Pixabay

Kokosmilch - Exotischer Genuss

Unser Favorit für Smoothies, Süßspeisen oder als purer Genuss: Kokosmilch. Kokosmilch als Milchalternative unterscheidet sich in der Zusammensetzung und im Geschmack stark von der Kokosmilch, die wir aus der asiatischen Küche kennen. Im Supermarkt findest du die Milchalternative unter der Bezeichnung “Kokosdrink”.

Kokosmilch wird aus dem fettreichen Fruchtfleisch der Kokosnuss hergestellt und darf nach Lebensmittelstandards einen Anteil von 10 % Fett nicht unterschreiten. Kokosdrink hingegen hat einen viel höheren Wasseranteil und nur ca. 1 % Fett. Sie schmeckt besonders gekühlt sehr erfrischend und fruchtig. Ähnlich wie Kokoswasser – nur cremiger.

Besonders lecker schmeckt sie auch im Cold Brew Kaffee. In Heißgetränken neigt sie allerdings zum Ausflocken.

Wie lange ist Milchersatz haltbar?

Die gängigen Milchalternativen müssen ungeöffnet nicht gekühlt werden und sind lange haltbar. Nach der Öffnung gehören sie in den Kühlschrank und sollen innerhalb weniger Tage aufgebraucht werden. Inzwischen gibt es auch schon einige Milchalternativen in den Kühlregalen der Supermärkte. Diese haben meist den Vorteil, dass noch weniger Zusatzstoffe enthalten sind.

Milchersatz selbst herstellen

Ob pur oder gesüßt – vegane Milchalternativen lassen sich wunderbar selbst herstellen. Alles, was du dafür brauchst ist die jeweilige Basis (Getreide, Hülsenfrüchte oder Nüsse), Wasser, einen Mixer oder Pürierstab und ein Tuch, Sieb oder einen speziellen Nussmilchbeutel.

Je nach Geschmack kannst du deine selbstgemachte Pflanzenmilch dann beispielsweise mit Datteln, Agavendicksaft, Kakao oder Zimt süßen – hier sind deiner Kreativität keinerlei Grenzen gesetzt.

Worauf sollte ich beim Kauf von Milchersatz achten?

Im Supermarkt wirst du feststellen, dass vegane Milchalternativen nicht mit der Bezeichnung “Milch” verkauft werden. Als „Milch“ darf in Deutschland nur bezeichnet werden, was aus einem Euter kommt. Deshalb muss der Milchersatz als „Drink“ bezeichnet werden.

Vegane Milchalternativen sind dann am besten, wenn sie ohne lange Zutatenliste und zugesetzten Zucker auskommen. Außerdem empfehlen wir dir auf Bioqualität zu achten.

Welche vegane Milch schmeckt am besten?

Vegane Milchalternativen: ob du einen süßlichen, nussigen oder neutralen Geschmack bevorzugst – die passende Auswahl  hängt vor allem von deinem individuellen Geschmack ab.

Je nach Hersteller unterscheidet sich auch der Geschmack gleicher Sorten enorm. Wenn dir die Sojamilch aus deinem Supermarkt nicht schmeckt, dann probiere doch mal eine andere Marke.

DIE gesündeste Milchalternative gibt es letztendlich nicht, aber ein prüfender Blick auf die Zutatenliste ist immer empfehlenswert, um unnötige Aromen, Farbstoffe oder Süßungsmittel zu vermeiden.

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