Ist das vegan? So erkennst du tierische Zusatzstoffe in Lebensmitteln

Customer looking at a bottle of fruit juice
Foto: Adobe Stock

Mit anderen teilen ...

Share on email
Share on twitter
Share on facebook
Share on linkedin

Bestimmt hast du schon einmal davon gehört, dass in vermeintlich pflanzlichen Lebensmitteln tierische Zutaten enthalten sein können. Diese verstecken sich beispielsweise hinter E-Nummern. Zusätzlich können bei der Produktion nicht kennzeichnungspflichtige Produktionshilfsstoffe tierischen Ursprungs eingesetzt sein. Wenn du sicher sein willst, dass deine Lebensmittel vegan sind, achte auf entsprechende Kennzeichnungen durch Labels. Bei Produkten ohne Vegan-Label hilft in der Regel ein geschulter Blick auf die Zutatenliste. Hier erfährst du, worauf zu achten ist.

Nicht vegane Zusatzstoffe hinter E-Nummern

Aromen, Farbstoffe, Vitamine: Lebensmittelzusatzstoffe wie diese werden auf Zutatenlisten mit E-Nummern gekennzeichnet. Das ist grundsätzlich eine gute Sache, denn diese E-Nummern sind in der EU einheitlich. So lassen sich die verwendeten Lebensmittelzusatzstoffe unabhängig von Sprachkenntnissen zuordnen. E-Nummern können synthetischer oder natürlicher Herkunft sein und auch aus tierischen Produkten gewonnen werden. Beispiele für häufig genutzte Lebensmittelzusatzstoffe tierischen Ursprungs sind E 901 (Bienenwachs), E  120 (Karmin) oder E 904 (Schellack). Diese Liste von E-Nummern wurde extra für vegan lebende Menschen als Einkaufshilfe erstellt.

Spurenkennzeichnung: "Kann Spuren von Milch und Ei enthalten"

Die Kennzeichnungen “Kann Spuren von Milch enthalten” oder “Kann Spuren von Ei enthalten” bedeuten nicht, dass ein Produkt nicht vegan ist. Hier handelt es sich lediglich um potenzielle produktionsbedingte Verunreinigungen. Wenn ein Produkt in der gleichen Fabrik oder den gleichen Maschinen produziert wird, wie Produkte mit Milch oder Ei, dann wird das Produkt mit dieser Spurenkennzeichnung versehen. Diese ist vor allem für Allergiker wichtig. Als vegan lebender Mensch ohne Allergien kannst du Spurenkennzeichnungen ignorieren. Selbst rein vegane Produzenten sind manchmal darauf angewiesen, ihre Produkte in nicht veganen Produktionsstätten produzieren oder abfüllen zu lassen. So kann es auch bei Produkten von veganen Firmen zu einer solchen Kennzeichnung kommen.

Nicht kennzeichnungspflichtig: Produktionshilfsstoffe und Trägerstoffe

Einige Getränkehersteller nutzen Gelatine, um Trübstoffe aus Säften, Essigen, Limonaden und Weinen zu filtern. Im Foodwatch Marktcheck wurde mehr als jeder dritte überprüfte Apfelsaft mit Gelatine geklärt oder dies konnte zumindest nicht ausgeschlossen werden. Die Gelatine ist dabei ein sogenannter Produktionshilfsstoff, den der Hersteller nicht in der Zutatenliste angeben muss. Trägerstoffe von Vitaminen und Aromen können ebenfalls tierischer Herkunft sein und müssen nicht deklariert werden. Du hast in diesen Fällen keine Chance, das nicht vegane Produkt an der Zutatenliste zu erkennen. Dir bleibt somit nur die Möglichkeit, den Hersteller anzufragen oder bei diesen Produkten besonders auf die Kennzeichnung mit dem V-Label zu achten.

Keine rechtsverbindliche Definition für "vegan"

Die Begriffe „vegan“ und „vegetarisch“ sind in der EU nicht rechtsverbindlich definiert. Das bedeutet in der Praxis, dass Hersteller ihre Lebensmittel mit den Begriffen „vegan“ und „vegetarisch“ kennzeichnen können, ohne bestimmte Kriterien einzuhalten. Die EU-Kommission plant allerdings; eine rechtsverbindliche Definition der Begriffe “vegan” und “vegetarisch” gesetzlich zu verankern.

Verbraucheranfragen als wirksames Mittel

In manchen Fällen bleibt uns nur, eine Verbraucheranfrage an die Unternehmen zu richten. Auch wenn es umständlich ist: Je mehr Menschen zeigen, dass sie mit der Verwendung tierischer Zusatzstoffe und der Intransparenz nicht einverstanden sind, desto höher ist die Chance, dass Hersteller reagieren. Sieh einfach jede Anfrage, die du an Produzenten richtest, als Aktivismus für die vegane Sache. Denn Verbraucherproteste sind wirksam. Sie haben zum Beispiel dafür gesorgt, dass die Marken Valensina und Granini inzwischen auf Gelatine zur Klärung und als Trägerstoff verzichten.

Was auch hilft: Locker bleiben!

Wir finden: Es ist wichtig und richtig, dass wir auch beim Kleingedruckten darauf hinwirken, dass tierische Inhaltsstoffe durch pflanzliche ersetzt werden. Es gibt jedoch Momente, in denen du vielleicht nicht die Möglichkeit hast dies zu überprüfen oder es nicht überprüfen möchtest. Wenn du mit Omni-Freunden essen bist und dir im Restaurant sowieso nur der Salat mit Essig-Öl-Dressing und Brot bleibt und du dann noch nachfragen musst, ob Essig und Brot denn ganz sicher auch vegan sind, dann wirkt die vegane Ernährung auf alle Anwesenden erstmal furchtbar kompliziert und abschreckend. Deine Konsequenz in allen Ehren, aber es ist vollkommen okay und sicher sogar förderlich im Alltag häufiger auch mal ein Auge zuzudrücken.

Sicher vegan Einkaufen auf der VeggieWorld

Bei all den verwirrenden Nummern, Kennzeichnungen und Beschreibungen. Auf eine Sache kannst du vertrauen: Auf den VeggieWorld-Messen findest du ausschließlich vegane Produkte. Wir freuen uns, dich auf der nächsten VeggieWorld in deiner Nähe zu treffen und dir die wunderbare Welt der veganen Produkte vorzustellen. 

Vegane kreative Pizzabeläge

Vegane Pizza-Soßen: Lecker und kreativ

Pizza ist eines der beliebtesten Gerichte der Welt, aber oft genug essen wir die immer gleichen Kombinationen mit Tomatensoße und veganem Käse. Damit ist heute Schluss! Unsere veganen Pizza-Soßen geben dir frische Ideen für deinen Pizzabelag, was endlose neue Kombinationen für die Kreation deiner neuen Lieblingspizza bedeutet.

Weiterlesen »