Ist Margarine vegan? Die besten Alternativen zu Butter

Margarine
Foto: Jess Bailey Designs // Pexels

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Ist Margarine vegan? In den Fragen rund um das Thema vegane Produkte ist diese Frage sicherlich eine der häufigsten. Die schlechte Nachricht ist: die Frage lässt sich nicht pauschal mit ja oder nein beantworten. Die gute Nachricht ist: es gibt viele tolle pflanzliche Alternativen zu Butter. Wir verraten dir alles, was du über vegane Streichfette wissen musst.

Wann ist eine Margarine vegan?

Auf der Zutatenliste von Margarine können sich mehr oder weniger offensichtlich Zutaten tierischen Ursprungs befinden. Zu den offensichtlichen Zutaten, die in Margarine enthalten sein können, zählen Joghurt, Molke und Magermilch. Dann gibt es aber noch die sogenannten “Mono- und Diglyceride von Speisefettsäuren”. Diese sind häufig pflanzlichen Ursprungs, sie können aber auch tierischen Ursprungs sein. Viele vegane Margarinen sind aber inzwischen mit dem V-Label lizenziert oder vom Hersteller selber als vegan gekennzeichnet.

Ist Butter gesünder als Margarine?

Margarine gilt als die “künstliche” Schwester der “natürlichen” Butter. Aber ist Butter wirklich gesünder als Margarine?

Butter wird aus Kuhmilch hergestellt. Wie “natürlich” der Konsum und die Gewinnung von Kuhmilch im 21. Jahrhundert ist, steht auf einem ganz anderen Blatt. Die Qualität der Butter hängt jedenfalls von der Qualität der Kuhmilch ab. Butter enthält natürlicherweise Vitamine, dafür aber viele gesättigte Fettsäuren. Der übermäßige Konsum von gesättigten Fettsäuren wirkt sich negativ auf die Gesundheit aus.

Die gesundheitliche Bewertung von Margarine hängt davon ab, welches Pflanzenöl die Grundlage der Margarine ist. In der Regel enthält Margarine viele ungesättigte Fettsäuren, wodurch sie ein wertvolleres Fettsäureprofil hat als Butter. Viele Margarinen werden zusätzlich mit Vitaminen angereichert. Allerdings können Margarinen ungesunde Transfettsäuren enthalten.

Grundsätzlich solltest du im Rahmen einer ausgewogenen vegane Ernährung alle konzentrierten Fette in Maßen genießen und wenn möglich besser auf vollwertige Fette zurückgreifen. Das ist natürlich nicht immer möglich oder gewünscht. Weiter unten findest du noch mehr Alternativen zu Butter und einige Tipps zur Verwendung.

Butter ist klimaschädlicher als Maragrine

Vergleicht man die Klimagase, die bei der Produktion von verschiedenen Fetten anfallen, dann ist die Butter der eindeutige Verlierer. Kein Wunder, denn für die Produktion von nur einem 1 KG Butter werden 25 Liter Milch benötigt (Quelle).

Grafik mit dem Titel "So klimaschädlich ist Butter", die die CO2-Äquivalente von Butter und pflanzlichen Fetten im Vergleich anzeigt

Wir finden: die Klimaschädlichkeit von Butter haut einen ganz schön um. Leider spiegelt sich das im Preis nicht wider. Zum Glück gibt es viele pflanzliche Alternativen.

Vegane Alternativen zu Butter

Pflanzliche Fette sind sehr vielfältig. Ob aufs Brot, zum Backen und Braten oder als Topping fürs “Buttergemüse”: Es gibt für jeden Verwendungszweck und Geschmack die passende pflanzliche Alternative zu Butter.

Vegane Margarinen & vegane Butter

Mit veganer Margarine und veganer Butter kann man Butter aus Kuhmilch 1:1 ersetzen. Vegane Butter unterscheidet sich von veganer Margarine dadurch, dass sie fester ist und sich deswegen auch für Gebäck eignet, für das man kalte Butter verwenden würde.

Pflanzenöl 

Viele vegane Backrezepte verwenden Pflanzenöl als Zutat. Anstelle von Butter kannst du ein wenig Pflanzenöl über Kartoffeln und Gemüse geben. Es gibt inzwischen auch vegane Pflanzenöle mit Buttergeschmack.

Veganes Pesto

Veganes Pesto eignet sich super als Topping für Kartoffeln und anderes Gemüse statt Butter oder auch als Alternative zu Butter auf dem Brot. 

Vollwertige Fettquellen

Wie oben bereits erwähnt solltest du konzentrierte Fette auf jeden Fall in Maßen genießen. Besser ist Fett aus vollwertigen Fettquellen. Vollwertige Fettquellen sind zum Beispiel Nüsse und Avocados. Auf Brot sind diese ebenfalls eine gute Alternative zu Butter.

Geteilte Avocado aus Marmorfläche
Foto: ready made // Pexels

Rezept für vegane Kräuterbutter

Vegane Kräuterbutter kannst du sehr einfach und schnell selber machen. Wir finden: vegane Kräuterbutter ist eine dieser super einfachen Möglichkeiten, den nicht veganen Menschen in deinem Umfeld beim nächsten Partybuffet oder Grillabend zu zeigen, dass die vegane Alternative nahezu genauso schmeckt, wie das entsprechende Produkt tierischer Herkunft.

Verschiedene Kräuter und Knoblauchzehen auf weißem Untergrund als Symbolbild für die Zutaten zum Kräuterbutter-Rezept
Foto: alleksana // Pexels

Vegane Kräuterbutter

Zutaten

  • 100 g vegane Margarine oder Butter
  • 3 EL Kräutermischung, z.B. Kräuter der Provence (getrocknet oder TK)
  • 1 Zehe Knoblauch
  • etwas Salz

Anleitungen

  • Vegane Margarine oder Butter bei Zimmertemperatur weich werden lassen.
  • Kräuter dazu geben, Knoblauchzehe pressen, etwas Salz hinzugeben und alles mit einer Gabel vermischen.
  • Du kannst die vegane Kräuterbutter sofort verzehren oder sie im Kühlschrank wieder kühl werden lassen.
  • Die Kräuterbutter in einem Schraubglas im Kühlschrank aufbewahren und zeitnah verbrauchen.
  • Tipp: Du kannst auch direkt eine größere Menge Kräuterbutter herstellen und sie portionsweise einfrieren. Zum Einfrieren eignen sich Eiswürfelformen.

Notizen

Die Menge von Knoblauch und Salz ist genauso wie die Art und Menge der Kräuter Geschmackssache. Einfach ausprobieren, wie es dir am besten schmeckt.

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